Fleurissen – Ein Roman wie ein Blitz in Zeitlupe

Florenz, Nachkriegsjahre. Eine Stadt, die noch nach Rauch riecht, nach nassem Stein und verschwiegenen Dingen. In den Gassen hängt Geschichte wie Ruß – und unter der Oberfläche wartet etwas, das älter ist als jede Schuld.

In einem Moment, der wie ein Schnitt durchs Leben fährt, bringt eine junge Frau ihr Kind fort. Nicht aus Kälte. Aus Wissen. Sie weiß, dass sie sterben wird – und dass dieses Kind, wenn es bleibt, nicht einfach nur ein Waisenkind sein wird, sondern Beute.

Denn Cesare Fleurissen trägt mehr in sich als einen Namen.

Cesare mit Nexus

Er ist Erbe zweier Blutlinien, die sich seit Jahrhunderten belauern, benutzen, ausbeuten – und dabei behaupten, es sei Schicksal. In ihm liegt eine Begabung, die nicht wie Talent wirkt, sondern wie ein Unfall der Wirklichkeit: Cesare kann Nexi erschaffen – Knotenpunkte, in denen die Realität weich wird. Wer einen Nexus ruft, kann Türen öffnen, die nie existieren sollten. Und Dinge sehen, die sich dem Verstand entziehen.

Ein Mann findet ihn: Capitano Capobianco. Elegant, unerschütterlich, gefährlich beherrscht. Er hat jahrelang gesucht, als hätte ihn etwas gerufen. Er adoptiert Cesare – und verschweigt ihm zugleich die Wahrheit, die alles verändern würde. Nicht aus Feigheit. Aus Notwendigkeit. Denn es gibt Kräfte, die nicht verzeihen, wenn ein Kind zu früh versteht, wer es ist. Und eine Organisation, die seit Generationen Jagd macht auf das Blut der di Fioris – ein Blut, das nicht nur vererbt, sondern verwendet werden kann.

Cesare wächst zwischen Zuneigung und Verboten auf, zwischen Schule und Geheimnissen, zwischen den Wäldern der Toskana und den Schatten einer Welt, die neben der unseren läuft wie ein zweiter Filmstreifen.

Denn tief unter den Hügeln – in Grotten, die wie harmlose Launen der Geologie wirken – liegt ein Riss. Ein Tor. Ein Fehler im Gefüge, der nicht bloß Raum verbindet, sondern Welten. Und wer dort hindurchtritt, merkt schnell: Das Dunkle ist nicht einfach Abwesenheit von Licht. Es ist ein eigener Ort. Eine eigene Physik.

Fleurissen ist ein Roman über Herkunft und Wahl, über den Preis von Macht, über Familien, die einander lieben könnten und sich dennoch zerstören. Über eine Zeit, in der man glaubt, man könne das Richtige tun – und später begreift, dass selbst das Richtige Narben hinterlässt. Es ist eine Geschichte über Kausalität, die sich in sich selbst verbeißt, über Prophezeiungen, die man erfüllt, indem man ihnen entkommen will, und über die schmerzhafte Frage:

Wer rettet wen, wenn die Zeit zur Falle wird?

Von den Ruinen des Nachkriegs-Florenz bis in die verborgenen Höhlen der Basilikata, von Rom bis an die Grenzen dessen, was wir “Realität” nennen, führt Fleurissen in ein Weltbild, das märchenhaft wirkt – und doch eine existenzielle Schärfe besitzt. Denn am Ende steht nicht die Frage, ob Cesare stark genug ist.

Sondern, ob er bereit ist, den einen Schritt zu tun, der alles zusammenführt.

Und ob er den Menschen, der er war, dafür opfern kann.

Die Editionen

Fleurissen gibt es als Kindle-Edition, EBook (Tolino et. al.) Taschenbuch und Hardcover-Leinen Sonderedition. Die Sonderedition enthält zusätzlich die autobiographische Skizze „Metamorphosen einer Idee“.

Impressum

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Betreff: Fleurissen